Kleiner Einblick in die Musikgartenwelt

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Was unterscheidet MUSIKGARTEN von allgemeinen „Sing- und Spielgruppen“?

MUSIKGARTEN basiert auf einem wissenschaftlichen Konzept, das auf Grundlagen der Neurowissenschaften (wie funktioniert das Gehirn?), Kinesiologie (Lehre der Bewegung) und Erziehungswissenschaften aufbaut und sich somit deutlich von allgemeinen „Sing- und Spielgruppen“ unterscheidet.

Was sind Echospiele?

Echospiele sind wichtiger Bestandteil einer jeden MUSIKGARTEN Unterrichtsstunde. Diese Rhythmus- und Melodiemuster sind für die Kleinkinder so wichtig, weil Musik im Grunde wie Sprache gelernt wird. Auch die Sprache der Musik setzt sich aus einzelnen „Worten“, das heißt melodischen und rhythmischen Motiven, zusammen. Um für unsere Kinder einen musikalischen „Grundwortschatz“ aufzubauen, flechten wir in jeder Musikstunde melodische und rhythmische Echospiele ein. Sie sind die kleinsten musikalischen Bedeutungseinheiten, mit denen die Kinder später ihre eigene Musik aufbauen und gestalten können.

Warum ist Bewegung so wichtig?

Grundlage des MUSIKGARTEN Konzepts ist der neurophysiologisch bedingte Zusammenhang von Musik, Motorik (Bewegung) und Sprache. Die Bereiche im Gehirn, die für Musik zuständig sind, stehen in direkter Wechselwirkung mit denen für Sprache, Bewegung und Koordination. Sie sind Teil davon!
Beginnend mit den Untersuchungen Piagets, des Schweizer Kinderpsychologen, wird der Bewegung die zentrale Rolle für die Entwicklung des Denkens und der Intelligenz zugeschrieben.
Solche Ergebnisse werden gestützt vom Wissen der allgemeinen Medizin und Neurophysiologie.
Bereits im Mutterleib entwickeln sich im Gehirn und Rückenmark Nervenzellen und ihre Verbindungen. Bei der Geburt verfügt ein Kind über mehr als 100 Milliarden Nervenzellen, die jedoch erst dann voll funktionsfähig sind, wenn sie miteinander verknüpft werden konnten. In der frühen Kindheit werden durch körperliche Aktivität und dadurch ausgelöste Sinnestätigkeit Reize geschaffen, die diese Verknüpfungen, die sogenannten Synapsenbildungen, unterstützen.
Durch Bewegung und Sinneswahrnehmungen kommt es zu einer „Explosion“ in der Bildung von Synapsen.  Jede Bewegung des Kindes, jede Wahrnehmung und sinnliche Erfahrung, jedes Begreifen eines Gegenstandes oder Lebewesens hinterlässt Spuren im Gehirn und schafft neue neuronale Verbindungen. Das beste Mittel, das zur Unterstützung dieser Prozesse bisher bekannt ist, ist die Bewegung. Und da Musik in den gleichen Hirnregionen wie Bewegung aufgenommen und verarbeitet wird, ist der frühe Kontakt mit Musik eine der besten Förderungen für ihr Kind.

Warum gibt es so viele Wiederholungen im Unterricht?

Eigene Lieblingslieder sind uns bekannt, da wir sie sehr oft gesungen haben. Andere Lieder können wir nicht sofort singen. Kinder lernen durch ständige Wiederholungen. Das Wiedererkennen macht ihnen Freude und stärkt das Selbstbewusstsein.